Der Unterricht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, 26. Februar 2009 um 17:59 Uhr

 

Das Konzept der Klavierschule beruht auf der Vorstellung, dass Schüler und Schülerinnen jeden Alters und unterschiedlichster Voraussetzungen in die Lage versetzt werden sollen, sich musikalisch ausdrücken zu können. Dabei steht nicht das Streben nach vermeintlicher Perfektion im Vordergrund, sondern erfüllendes Musizieren im Sinne eines selbstbestimmten Handelns. Dafür bietet neuzeitlicher Klavierunterricht ,wie wir ihn anbieten,  viele Möglichkeiten.

 

- Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene jeden Alters

- an-tasten: Spiele und Improvisationen ohne Noten

- Klassische Klaviermusik von Bach bis Stockhausen

- Jazz und Blues

- Kammermusik in Kooperation mit Pädagogen anderer Instrumente

- Schülervorspiele

- Theoriekurse

- Studienvorbereitung

 

Der Unterricht findet in eigenen Räumen An der Frauenwiese 14 in Walsrode statt.

 


 

 


Musikunterricht am Klavier - einige Gedanken

 


In einer Zeit, in der Kinder, Jugendliche und Erwachsene in zunehmendem Maße unter Leistungs- und Konkurrenzdruck stehen, halte ich es für wichtig, sich in möglichst vielen Bereichen die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Handeln zu schaffen und offen zu halten.

Dafür bietet unter Anderem der Instrumentalunterricht große Chancen. Außerhalb des Schul- und Arbeitslebens, wo es oft nur um reibunsloses Funktionieren und Abrufen von Leistung um den Preis völliger Selbstentfremdung geht, kann hier individueller Ausdruck der eigenen Kreativität stattfinden.

Im Erschaffen von Klängen mit dem Klavier kann der je eigene Ausdruck gefunden werden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob ein kleines Kind auf „unpianistische“ Weise die Möglichkeiten des Klaviers erforscht (wie klingt es, wenn ich mit der flachen Hand über 88 Tasten rutsche), ein Jugendlicher ein eigenes Popklavierstück schreibt, ein Jazzfan sich mit alterierten Dominantseptakkorden herumschlägt oder jemand die hunderttausendste, aber dafür sehr persönliche Interpretation der Mondscheinsonate liefert.

In meinem Klavierunterricht spielt in der Anfängerphase das Spiel ohne Noten eine übergeordnete, später immer noch eine große Rolle. Experimentelles Ausprobieren von Klängen, Erfinden von kleinen Geschichten, Nachspielen von Liedern nach Gehör bieten einen direkteren Zu-Griff auf das Instrument als der sofortige Beginn mit Notenschrift, wo häufig durch die Abstraktion des Schriftbildes die Musik auf der Strecke bleibt. ( Was nicht bedeutet, dass zu einem gewissen Zeitpunkt sicheres Notenlesen nicht unbedingt erforderlich ist ). Niemand käme auf die Idee, von einem Kind Lesen und Schreiben zu verlangen, bevor es spricht.

Auch später, selbst wenn das Hauptinteresse auf notierter, so genannter klassischer Musik liegt, kann das Improvisieren neue Einblicke in scheinbar Altbekanntes eröffnen.

Es gehört meiner Ansicht nach auch das Verständnis für elementare musikalische Zusammenhänge, zum Beispiel Harmonik und Formen unterschiedlicher Stile, zu einem integralen Klavierunterricht.

Noch ein Wort zu dem bereits anfangs erwähnten Begriff der Leistung. Selbstverständlich vollbringt jeder, der ein Musikstück auf angemessene Weise realisiert, eine Leistung. Doch sollte die Motivation dazu stets aus der Freude an der Sache und nie aus einem sinnentleerten Leistungsprinzip geschehen.

Daraus ergibt sich unter Anderem auch, dass meine Schüler gelegentlich, und teilweise sogar gerne, bei öffentlichen Auftritten spielen. Andererseits veranlasse ich n i c h t die Teilnahme an Musikwettbewerben, wo oft in erster Linie der Ehrgeiz von Lehrern und Eltern befriedigt wird und mäßig kompetente Juroren die Darbietungen der Nachwuchskünstler beurteilen dürfen.


Ich halte den Klavierunterricht fast ausschließlich als Einzelunterricht ab. Optimale Förderung ist auf einem Gebiet, wo die Voraussetzungen individuell derart unterschiedlich sind, für meine Begriffe nur im Einzelunterricht möglich. Selbstverständlich muss das Musizieren mit Anderen von Anfang an und immer gefördert und unterrichtet werden.

 

 

 


Musikalisches Opfer

Von Robert Gernhardt



Musik! Du bist Musik für mich

Und nicht zu überhören

Dein Tatata ind Bumdibum

Und all die anderen Noten.


Musik! Du hast Musik im Blut

Und Rhythmus in den Gliedern

Und Takt im Leib und Beat im Bauch

Und immer so harmonisch.


Musik! Dein Name ist Musik

Ist Allerorts, ist ständig

Ist Folter, Fessel, Strick und Strang

Und meiner lautet: Opfer.



Postscriptum

Von Andreas Müller-Oesterling


Klavier! Du hast Musik für mich

In deinem tiefen Innern

Dein Klimdiplim und Plingdiplang

Und all die andern Klänge.


Klavier! Du krachst und tönst

Und stöhnst vor lauter Schmerzen

bei zehnfingrigem Metzeln

mit Hämmern, Saiten, Tasten.


Klavier! Wenn sie dann spielt

Und er dann spielt verständig

Ich ahne schon der Schönheit.

Wer redet da von: Opfer.



„Wo man singt, da lass dich ruhig niederschlagen

deutsche Sänger lieben keine Zwischenfragen.“

 

Hans Well von den Biermösl Blosn



„ I wish Elvis Presley was still alive and his music was dead “


Kenny Wheeler




 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 08. Juli 2010 um 23:02 Uhr